Die Yogasutren von Patanjali sind ein philosophisches und psychologisches Grundlagenwerk in der Yogatradition.

Die Yogasutren sind ungefähr 2000 Jahre alt und beschreiben, wie wir unsere Persönlichkeit schulen können und welche Fallen uns unsere geistigen und emotionalen Konzepte immer wieder stellen.

Die Yogasutren werden traditionell nicht nur gelesen, sondern gechantet (gesungen).

Hier einige Auszüge, die vielleicht Lust auf's selber lesen machen:

1.15.

Schließlich können wir einen Zustand von Gelassenheit erreichen, der sowohl frei ist von Verlangen, das aufgrund unserer Sinneswahrnehmungen entstanden ist, als auch frei von Verlangen, das durch Bedürfnisse nach außerordentlichen Erfahrungen geweckt worden ist.

 

1.16.

Einem solchen Menschen enthüllt sich vollkommen sein wahres Wesen.

Geschieht das, so werden ihn ablenkende Einflüsse, die aus ihm selbst erwachsen, und Einflüsse von außen nicht mehr stören.

 

1.33.

The mind becomes settled when it cultivates friendliness in the face of happiness, compassion in the face of misery, joy in the face of virtue and indifference in the face of error.

 

Wenn es uns gelingt, ein liebevolles Gefühl den Menschen gegenüber zu hegen, die glücklicher sind als wir, Mitgefühl mit denjenigen zu haben, die unglücklich sind, uns zusammen mit denen zu freuen, die etwas Wertvolles tun, und uns nicht durch Irrtümer anderer Menschen aus dem Gleichgewicht bringen zu lassen, wird in unserem Geist Ruhe einkehren.

 

 

2.42.

Tiefe Zufriedenheit lässt uns grenzenloses Glück erfahren.

 

2.43.

Das Verringern von Hindernissen im Geist und Blockaden im Körper führt dazu, daß sich unsere körperlichen Funktionen in einem harmonischen Gleichgewicht befinden.

 

2.46.

Asana sollen gleichermaßen die Qualitäten Stabilität und Leichtigkeit haben.

 

2.47.

Wir können uns diesen Qualitäten annähern durch eine passende Anstrengung und die Reduzierung der dabei auftretenden Spannungen einerseits und die Ausrichtung auf ananta (endlos, grenzenlos) andererseits.

 

Erläuterung: Gute Haltung entsteht aus kraftvollem aber unverkrampftem Üben mit dem Körper, während der Geist in meditativer Konzentration weilt.

 

2.48.

Wenn ein Mensch asana auf die richtige Art und Weise übt, so hat das zur Folge, daß er auch durch extreme Einflüsse nicht aus dem Gleichgewicht gebracht wird.

 

 


2.49.

Pranayama bedeutet das Unterbrechen unbewußter Atemmuster. Das ist erst dann möglich, wenn die Praxis von asana in einem gewissen Maß beherrscht wird.

 

2.50.

Pranayama beeinhaltet die Regulierung der Ausatmung, der Einatmung und der Atemverhaltung.

Diese drei Prozesse werden reguliert, indem wir das Verhältnis ihrer Länge zueinander bestimmen, dieses Atemverhältnis über eine gewisse Anzahl von Atemzügen beibehalten, unseren Geist auf diesen Prozeß aurichten und dadurch einen langen und gleichförmigen Atem erreichen.

 

2.52.

Die regelmäßige Praxis von Pranayama verringert die Blockaden, die uns an einer klaren Wahrnehmung hindern.

 

2.35.

Je behutsamer ein Mensch handelt, desto mehr werden andere Menschen in seiner Gegenwart liebevolle Gefühle empfinden.

 

 

1.30.

Krankheit, geistige Trägheit, übermäßiger Zweifel, fehlende Umsichtigkeit aufgrund von Hast, Erschöpfung, Ablenkung, Selbstüberschätzung, das Unvermögen, einen weiteren Schritt zu gehen, und die Unfähigkeit, das Erreichte zu bewahren;

all die genannten Situationen werden als Hindernisse bezeichnet, weil sie zu Unklarheit in unserem Geist führen.

 

1.31.

Ein Gefühl von innerer Enge, ein Gefühl von tiefer Niedergeschlagenheit, eine Störung des harmonischen Gleichgewichtes körperlicher Funktionen oder die Unmöglichkeit, den Atem ruhig zu führen, gehen einher mit einem Geist, der in Probleme verwickelt ist.

 

2.39.

Jemand, der sich auf das beschränken kann, was er braucht und was ihm zusteht, fühlt sich sicher.

Ein solcher Mensch findet Zeit zum Nachdenken, und er wird ein vollkommenes Verständis von sich selbst gewinnen.


Literaturempfehlung:

 

"Über Freiheit und Meditation - Das Yoga Sutra des Patanjali" von T.K.V. Desikachar

"Patanjali - Das Yogasutra" von R. Sriram

Happy Morning Yoga

Martina Carl

martina.carl@physiyo.de

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